Humanismus Stiftung Berlin

Aktuell

Kandidat_innen für Flechtheimpreis gesucht

Vorschläge von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzen, können bis zum 31. März 2018 eingereicht werden.
Der Flechtheimpreis ist mit 10.000 Euro dotiert.


Sich für Aufklärung, Toleranz und Selbstbestimmung, Menschenrechte und Demokratie zu engagieren ist keine Selbstverständlichkeit. Die Humanismus Stiftung Berlin und der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg vergeben daher seit 2002 den Flechtheimpreis für Demokratie und Menschenrechte (vormals Ossip-K.-Flechtheim-Preis) an Menschen, die sich persönlich für diese humanistischen Werte einsetzen. 2018 wird der Preis zum achten Mal vergeben, er ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die Humanismus Stiftung Berlin bittet um begründete Vorschläge engagierter Personen aus dem gesamten Bundesgebiet. „Entscheidend ist, dass sich die Kandidat_innen auf wissenschaftlichem, politischem, weltanschaulich-philosophischem oder künstlerischem Gebiet oder durch praktisches soziales Engagement für die Verwirklichung humanistischer Werte und Ziele nachweislich eingesetzt haben“, erklärt Manfred Isemeyer, Vorstand der Humanismus Stiftung Berlin. Kandidat_innen für die_den nächste_n Preisträger_in des Flechtheimpreises für Demokratie und Menschenrechte können bis Samstag, den 31. März 2018 eingereicht werden bei der

Humanismus Stiftung Berlin
Wallstr. 61-65
10179 Berlin
E-Mail: info@humanismus-stiftung.de

Mit dem Flechtheimpreis für Demokratie und Menschenrechte sollen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ausgezeichnet werden, die sich für Aufklärung, Toleranz und Selbstbestimmung, Menschenrechte und Demokratie engagieren. Der Flechtheimpreis wird in der Regel alle zwei Jahre vergeben.

Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Seyran Ates, Dr. med. Michael de Ridder, die Stiftung Zurückgeben sowie Gedenkort-T4. Zuletzt wurden der Deutsch-Palästinenser Mohamed Ibrahim und der Israeli Shemi Shabat für ihre Aufklärungs- und Bildungsarbeit zum Nahostkonflikt an Berliner Schulen ausgezeichnet.

Über den_die Preisträger_in entscheidet eine fünfköpfige Jury, die sich aus Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Politik sowie je einer_m Vertreter_in der den Preis stiftenden Organisationen, der Humanismus Stiftung Berlin und dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg, zusammensetzt. Der Flechtheimpreis erinnert an das Wirken des Politologen und Zukunftsforschers Ossip K. Flechtheim für einen modernen Humanismus.

Die Bekanntgabe des_der Preisträgers_in findet am Welthumanistentag – Donnerstag, den 21. Juni 2018 – statt. Die feierliche Verleihung des Flechtheimpreises für Demokratie und Menschenrechte findet am Tag der Menschenrechte – Sonntag, den 9. Dezember 2018 – statt.

Stifterkreis

Zu einem ersten Treffen des Stifterkreises trafen sich am 12. Juni 2017 im Berlin Capital Club zwölf Personen. In seinem einführenden Redebeitrag erläuterte das Mitglied des Stifterkreises Prof. Jörg Soller den Sinn und Zweck des Stifterkreises. Mit ihm sollen Anlässe für Kontakte, Begegnungen und Erfahrungsaustausch mit dem Ziel geschaffen werden, die Stiftung in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, durch Netzwerkarbeit neue Sympathisanten und Freunde zu gewinnen und das Stiftungskaptal zu erhöhen. Die Einladung zu einem Treffen soll auch eine Anerkennung sein für die Unterstützung der Stiftung. Eine formale Mitgliedschaft ist nicht vorgesehen. Der Vorstand informierte anschließend über die aktuelle Entwicklung der Stiftung.



Im Anschluss daran entspann sich eine lebhafte Diskussion, inwieweit sich das Image der Stiftung und ihre Außenwirkung steigern lassen. Hierbei wurde insbesondere die Bedeutung von sogenannten Leuchtturm-Projekten, die von der Humanismus Stiftung gefördert werden, hervorgehoben.  Auch eine Aufwertung des Ossip-K.-Flechtheim-Preises wurde vorgeschlagen. Die Zeit reichte allerdings nicht, um alle Anregungen zu vertiefen. So wurde verabredet, ein weiteres Treffen des Stifterkreises im Spätherbst zu organisieren. Bis dahin sollen weitere Ideen und Vorschläge gesammelt werden, die in ein Perspektiven-Papier einmünden sollen.


Fördermittel-Ausschüttung Ende 2017

Eine Erbschaft im vergangenen Jahr, aber auch die Spenden vieler Einzelner haben die Stiftung in die Lage versetzt, mit nahezu 32.000 Euro Ende 2017 so viel Fördergelder auszuschütten wie niemals zuvor. Bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die dazu beigetragen haben, möchten wir uns sehr herzlich für ihre Großzügigkeit bedanken!

Vor allem viele Einrichtungen aus dem Sozialbereich des HVD konnten wir Ende letzten Jahres fördern: So kann sich der Mobilitätshilfedienst, der ältere und behinderte Menschen unterstützt, jetzt mit unseren Fördergeldern ein Leasing-Fahrzeug anschaffen. Aber auch die Zentralstelle Patientenverfügung, der ambulante Hospizdienst VISITE, das Berliner Seniorentelefon, der Pflegestützpunkt Neukölln und das Senioren-Internetcafé „Weltenbummler“ erhielten Fördergelder für ihre Aktivitäten oder zur Anschaffung benötigter Dinge.

Nicht nur Einrichtungen, die sich schwerpunktmäßig an ältere und kranke Menschen wenden, kamen in den Genuss unserer Förderung. Erneut standen auch Einrichtungen und Projekte des HVD für Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt: Der große und nach wie vor erfolgreiche Bereich Lebenskunde, die Jugendfreizeiteinrichtung Twenty Two in Berlin Prenzlauer Berg, die Jungen Humanist_innen Berlin-Brandenburg, die Freidenker Barnim für ihr Kinder- und Jugend-Freizeithaus in Bernau bei Berlin. Wie bereits in den Vorjahren befindet sich auch die Humanistische Akademie unter den Geförderten. Insgesamt konnten 15 Fördermittel-Anträge bewilligt werden.