Humanismus Stiftung Berlin

Aktuell

Stifterkreis

Zu einem ersten Treffen des Stifterkreises trafen sich am 12. Juni 2017 im Berlin Capital Club zwölf Personen. In seinem einführenden Redebeitrag erläuterte das Mitglied des Stifterkreises Prof. Jörg Soller den Sinn und Zweck des Stifterkreises. Mit ihm sollen Anlässe für Kontakte, Begegnungen und Erfahrungsaustausch mit dem Ziel geschaffen werden, die Stiftung in der Öffentlichkeit bekannter zu machen, durch Netzwerkarbeit neue Sympathisanten und Freunde zu gewinnen und das Stiftungskaptal zu erhöhen. Die Einladung zu einem Treffen soll auch eine Anerkennung sein für die Unterstützung der Stiftung. Eine formale Mitgliedschaft ist nicht vorgesehen. Der Vorstand informierte anschließend über die aktuelle Entwicklung der Stiftung.



Im Anschluss daran entspann sich eine lebhafte Diskussion, inwieweit sich das Image der Stiftung und ihre Außenwirkung steigern lassen. Hierbei durch insbesondere die Bedeutung von sogenannten Leuchtturm-Projekten, die von der Humanismus Stiftung gefördert werden, hervorgehoben.  Auch eine Aufwertung des Ossip-K.-Flechtheim-Preises wurde vorgeschlagen. Die Zeit reichte allerdings nicht, um alle Anregungen zu vertiefen. So wurde verabredet, ein weiteres Treffen des Stifterkreises im Spätherbst zu organisieren. Bis dahin sollen weitere Ideen und Vorschläge gesammelt werden, die in ein Perspektiven-Papier einmünden sollen.

Als Termin für dieses zweite Treffen ist Montag, 13. November 2017, Restaurant Humboldt Terrassen (Humboldt-Box), Schloßplatz 5, 10178 Berlin-Mitte, vorgesehen. Im Anschluss daran wird es eine Führung durch die Ausstellung in der Humboldt-Box geben. Einladungen zu diesem Meeting werden noch rechtzeitig verschickt.

Reformbedarf beim Stiftungsrecht

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen fordert die Bundesregierung auf, jetzt die Reform des Stiftungsrechts zügig umzusetzen. Aus Sicht des Bundesverbandes müssen die Rechte von Stiftenden gestärkt werden, indem das Gesetz erlaubt, den Stiftungszweck auch zu Lebzeiten des Stiftenden nachträglich anzupassen. Zweitens muss die Zu- und Zusammenlegung von Stiftungen sowie die Möglichkeit der Umwandlung in eine Verbrauchsstiftung erleichtert werden. Drittens spricht sich der Verband für die Etablierung und Optimierung rechtlicher Rahmenbedingungen auf Bundesebene aus. Darüber hinaus werden Bestrebungen nach mehr Transparenz im Stiftungssektor durch die Schaffung eines öffentlich einsehbaren Stiftungsregisters unterstützt. Es bleibt abzuwarten, ob die neu gewählte Bundesregierung die Themen anpackt.

Politischer Druck auf Stiftungen

Prof. Michael Göring, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, sieht Deutschland, das Land der Vereine, auf dem Weg zum „Land der Stiftungen“. Bezogen auf Europa – und hier vor allem mit Blick auf Russland, Ungarn, Polen sowie der Türkei zeigte sich Göring besorgt. Zunehmend werde die Freiheit von Stiftungen eingeschränkt, da autoritäre Staaten keine autonom agierende Stiftungen mögen – wie zuletzt auch die Durchsuchung des Nawalny-Stiftung des russischen Oppositionspolitikers Alexj Nawalny in Moskau gezeigt haben. 

Kritik an Spendenaktion von Amazon

Der OnlineVersandhändler Amazon betreibt seit geraumer Zeit eine eigene Spendenseite unter dem Namen „smile.amazon.de“. Das US-Unternehmen wirbt mit dem Slogan „Einkaufen und Gutes tun“ und spendet nach eigenen Angaben 0,5 Prozent des Einkaufspreises an eine vom Kunden ausgewählte Organisation. Allerdings hat Amazon mehrere gemeinnützige Organisationen ohne deren ausdrückliche Zustimmung gelistet. Für die Hilfsorganisation Plan International sind etwa Gelder eingesammelt worden, obwohl sie gar nicht an dem Programm teilnehmen. Neben der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch wurde auch der Bundesverbandes Deutscher Stiftungen ungefragt gelistet.  Der Bundesverband hat Amazon aufgefordert, von der Liste entfernt zu werden, und empfiehlt seinen Mitgliedern eine kritische Überprüfung ihrer Position. Amazon hat mittlerweile Änderungen an dem Verfahren „AmazonSmile“ vorgenommen.

Zusammenhalt in Vielfalt

Über „Leitkultur“ wird dieser Tage viel diskutiert. Im Mai präsentierte die Initiative kulturelle Integration ihre 15 Thesen „Zusammenhalt in  Vielfalt“ in Berlin. Ziel der Initiative ist es, angesichts der aktuellen Debatten einen  Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenleben und kultureller Integration zu leisten. Schon in der Präambel des Thesenpapiers betonen die Mitglieder der Initiative, darunter Medien, Gewerkschaften, Unternehmen, Religionsgemeinschaften, dass Integration alle Menschen in Deutschland betrifft. Auf der Webseite der Initiative können auch interessierte Einzelpersonen mitzeichnen:  kulturelle-integration.de/thesen/

Ausblick
Im kommenden Jahr findet der Deutsche Stiftungstag vom 16. bis 18. Mai 2018 in Nürnberg statt. Und mit dem Schwerpunktthema Digitalisierung steht wieder ein spannendes Thema.

Wir sagen Danke

Unsere Stiftung und der HVD Berlin-Brandenburg luden am 22. Januar 2017 zur Gala für Zeit- und Geldspenderinnen  in die Max-Taut-Aula nach Lichtenberg ein.  300 Gäste folgten der Einladung, die ein buntes und abwechslungsreiches Programm erlebten. Die „Eastside Fun Crew“, die koreanische Trommelgruppe „DoodulSori“, der Cellist Sonny Thet und „Hagen & Phillip“ vom Circus Sonnenstich  begeisterten das Publikum. 

In ihrer Festrede sagte die Vorstandsvorsitzende des Verbandes Katrin Raczynski mit Blick auf die Ehrenamtlichen: „Statt ständig über die zu sprechen, die Hass säen und gegen Schwächere hetzten, sollten wir alle viel mehr über Menschen wie Sie sprechen, die sich still jeden Tag für ein solidarisches und friedliches Miteinander stark machen.“  Nach seinem Grußwort stellte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Humanismus Stiftung Frank Schrammar zwei der zehn im Jahr 2016 geförderten Projekte vor: das Streitschlichter an Grundschulen in Märkisch-Oderland und das Seniorentheater „Die Pfefferstreuer“ vor.  Wissenschaft und Forschung, so Schrammar, haben in 2016 in der Förderpolitik der Stiftung  eine größere Rolle gespielt als in der Vergangenheit. So konnte unter anderem eine Umfrage zu Konfessionsfreien in Berlin bei EMNID in Auftrag gegeben werden. Die interessanten Ergebnisse dieser Umfrage sind weiterhin auf unserer Website kostenlos abrufbar. Beim den Vormittag abschließenden Flying-Büffet tauschten sich Freiwillige, Hauptamtliche und Gäste eifrig aus und entwickelten neue Ideen. In einem waren sich alle Anwesenden einig: Eine gelungene Gala, die auch 2018 stattfinden sollte.